Das Osterfest

Beim Osterfest, eines der ältesten christlichen Feste, feiern die Christen die Auferstehung Jesu. An einem bestimmten Datum findet das Osterfest nicht statt. Es wird am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert. Das sind in der Regel vierzig Tage nach Fasching. Ein Feiertag blieb erhalten – der Ostermontag.

Zu Ostern werden in Deutschland nach altem Brauch hart gekochte Eier gefärbt und verziert. Der Osterstrauß, der entweder aus Weidenzweigen oder Barbarazweigen besteht, wird mit ausgeblasenen und schön bemalten Eiern dekoriert. Am Ostersonntag werden für die Kinder bunte Eier, Schokoladenhasen und Schokoladeneier versteckt. Die Osterfeuer und das Osterrad gehören noch in einigen Orten zum Osterbrauch. In katholischen Orten werden zwischen Karfreitag und der Osternacht keine Kirchglocken geläutet. Bei der Ostermesse ist die Kirche im Dunkeln, bis der Pfarrer mit der Osterkerze die Kirche betritt und jeder Gläubige an dieser Osterkerze seine kleine geweihte Kerze angezündet hat.

Andere Länder – andere Sitten. In Mexiko wird das Osterfest zwei volle Wochen gefeiert. Die Menschen tanzen auf mit Girlanden geschmückten Straßen und die Musik spielt dazu. Ein Fest der Freude. In den USA feiert man wieder anders. Hier findet auf 5th Avenue in New York City die “Easter Parade” statt. Die Menschen fahren verkleidet auf geschmückten Wagen durch die Straßen. Und in Washington rollt man vor dem Weißen Haus Eier. Jeder Teilnehmer erhält ein Holzei vom Präsidenten der USA. Auf den Philippinen fassen Eltern ihre kleinen Kinder beim Kopf und heben sie hoch, damit sie größer werden. Und in Australien schöpfen verlobte Paare fließendes Wasser aus einem Bach und bewahren es bis zum Hochzeitstag auf. Das soll Glück bringen. In anderen, hier nicht genannten Ländern, feiern die Menschen das Osterfest wieder anders. Eines haben aber alle gemeinsam: Sie feiern mit dem Osterfest die Auferstehung Jesus Christus.